Alpen Cola

Adelholzener Alpen Cola PET-FlascheDas Jahr startet gut für deutsche Cola-Fans. Der Getränkehersteller Adelholzener Alpenquellen hat die Alpen Cola auf den Markt gebracht. Seltsamerweise schweigt sich die Website von Adelholzener über die Alpen Cola noch aus, aber ich konnte einige Flaschen in einem REWE-Supermarkt in München sicherstellen. Probiert habe ich sie noch nicht, aber bin schon sehr gespannt wie sie schmeckt – bestimmt spielt der Geschmack des Adelholzener Mineralwassers rein, und das Etikett verspricht „natürliche Aromen“ (was aber nicht viel heißt).

Sollte die Alpen Cola nur ein Test-Produkt sein, würde das die nicht vorhandene Pressearbeit erklären. Die Marke wurde von Adelholzener im Juli 2012 beantragt und sie wurde im Januar diesen Jahres bestätigt. Falls ihr die Cola in den Regalen eurer Händler entdeckt: Gebt ihr eine Chance. Vermutlich wird sie hauptsächlich in Südbayern zu haben sein. Adelholzener hat den Firmensitz in der Nähe von München.

Einen Geschmackstest und die Bewertung liefere ich natürlich nach.

Nach dem Test:

Der Geschmackstest der Alpen Cola von Adelholzener ist nun auch abgeschlossen – und er war sehr interessant. Zum Glück hatte ich mir vor der Verkostung das Etikett nicht im Detail angeschaut und bin ganz unbefangen an die neue Cola rangegangen. Kühlschrankkalt kam sie ins Glas, um sie von der schnöden Plastikverpackung zu befreien.

Der Geruch der Alpen Cola ist insgesamt gering, aber sehr angenehm. Sie riecht nicht zu süß, hat keine künstliche Note, sondern einen erkennbaren Cola-Duft. Die Kohlensäure perlte kaum, aber feinperlig im Glas. Zunächst dachte ich, dass die Plastikflasche zu viel von ihr hat entweichen lassen. Doch die Kohlensäure war einfach gut in der Cola gelöst und fühlte sich angenehm und frisch auf der Zunge an. Hier profitiert Adelholzener Alpenquellen ganz offensichtlich von ihrer Erfahrung mit Mineralwasser, das sicher auch hier zum Einsatz kam.

Doch nun zum Geschmack. Der wirkte schon beim ersten Schluck sehr rund und erwachsen herb. Die Alpen Cola erinnert an Afri Cola, womit sie bei mir genau richtig liegt. Die Hersteller, die ansonsten für sportlichere Getränke bekannt sind, wollten hier eindeutig keine süße Cola für den Kindergeburtstag kreieren. Durch die schmeckbaren Mineralien des Wassers und die sehr angenehme Kohlensäure ist die Sorte sehr erfrischend und schmeckt leicht.

Es gibt jedoch auch einen negativen Aspekt: den Nachgeschmack. So frisch sie zunächst auch schmeckt, so hinterlässt die Alpen Cola nach einigen Schlücken einen trockenen, schalen Geschmack im Mund. Nicht extrem auffallend, aber dennoch nicht ideal. Mein Blick auf die Zutaten offenbarte dann auch den Grund: Die Alpen Cola kommt durch eine Mischung aus Zucker, Glukose-Fruktose-Sirup und gleich drei verschiedenen Süßstoffen auf einen gesundheitsbewussten Energiegehalt von nur 17,2 kcal pro 100 ml. Damit enthält sie nur gut 40 % der Kalorien einer normalen Cola, die es auf 41 kcal pro 100 ml bringt.

Insgesamt bin ich sehr positiv überrascht von dem Cola-Erstlingswerk von Adelholzener. Es hat einen angenehmen frischen, erwachsenen Geschmack. Und auch wenn ich kein Freund von Süßstoff bin, so ist die Mischung der verschiedenen Süßungsmittel ein fairer Kompromiss zwischen natürlichem Geschmack und Kalorienbewusstsein. Kann man trinken, wenn man auf seine Linie achten will. Wink

Prost, Alpen Cola, und willkommen in der Cola-Gemeinschaft. Ich bin gespannt, was aus Dir wird.

 

Von Forenmitglied kosmocolafan:

Auch wenn ich immer mal wieder Gerüchte vernehme, dass Standard-Colas auch Süßstoffe zugesetzt sein sollen, sind mir nur zwei als solche etiketterte Semi-Light-Colas geläufig: Die relativ neue Fritz Stevia und die brandneue Alpen Cola.

Beide schlagen sich im Vergleich mit ihren zuckerbasiert gesüßten Schwestern recht annehmbar, wobei ich die Fritz Stevia doch noch um eine Haarspitze vorn sehe.

Die Alpen Cola liegt geschmacklich m.E. genau zwischen Coelna und Vielanker Cola, d.h. kräftig, aber doch nicht zu penetrant zitronig. Wie Fabian habe ich mich zunächst wenig um das Etikett geschert, sondern gleich zugelangt, und auch ich wäre von alleine nicht auf den Süßstoff gekommen.

Im Gegensatz zu anderen Adelholzener-Produkten wurde hier auf Bio-Korrektheit verzichtet.

Sicherlich eine Cola, die ich mir von mir aus nicht wieder zulegen würde, aber auch nicht verschmähen, wenn sie mir jemand (ein)schenkt und die in der Vielzahl ernährungsbewusster, im weitesten Sinne alternativer und auch lokalpatriotischer Konsumenten ihre Freunde finden wird.
So, und nun warte ich gebannt auf dein Feedback zur Riéme-Cola…

Von Forenmitglied KoffeinCola:

Also ich habe sie auch probiert und für mich war sie nicht so der Renner. Vom Geschmack her ist mir da die ganz normale „afri-cola“ doch lieber.
Und was zuckerfreie Colas angeht, da ist „Coca-Cola Zero“ meines Erachtens immer noch ein sehr gutes Produkt. Weniger penetrante Süße als in der normalen Variante mit Zucker, aber ein annähernd guter, wenn nicht sogar noch besserer Geschmack. Da wurde das mit dem Süßstoff wirklich brilliant gelöst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.